Buchten und Strände

Der beste Strand der Welt ist portugiesisch und liegt in Lagos an der Algarve

9. Oktober 2013

Wussten Sie, dass letztes Jahr im Juni der portugiesische Strand Dona Ana bei Lagos von dem prestigeträchtigen Reisemagazin Condé Nast Traveler als bester Strand der Welt unter über 50 Kandidaten ausgewählt worden ist? Einer der Hauptgründe war (und ist) das türkisfarbene Wasser, welches bizarre Felsformationen umspült.

Strand Praia Dona Ana in Lagos, Portugal

Strand Praia Dona Ana in Lagos, Portugal

Diese Nachricht hat Portugal aber erst im September diesen Jahres erreicht und ist auch erst dann dementsprechend von der nationalen Presse, vor allem im Internet, aufgegriffen und veröffentlicht worden. Leider handelt es sich bei dem dazugehörigen Bild um den Strand do Camilo, der 900m, also zwei Buchten in Richtung Ponta da Piedade, entfernt liegt.

Strand Praia do Camilo, Lagos in Portugal

Strand Praia do Camilo, Lagos in Portugal

Aber Sie können sich ja selber überzeugen, welcher der schönere Strand ist. Sehenswert sind sie beide. Und wenn das Wasser ruhig und klar ist, sind beide Strände neben dem klassischen Sonn- und Badestrand auch ein Tauch- und Schnorchelparadies.

Jedes Jahr werden von der spanischen Ausgabe dieses Magazins Listen für die „Top-of-the-best“ Reiseziele von den Lesern erstellt. Im Jahr 2012 waren vier (4) portugiesische Strände darunter.

• Platz 1: Praia Dona Ana, Lagos, Algarve
• Platz 16: Praia Santa Cruz, Torres Vedras, Lisboa e Ribatejo (ca. 60km nördlich von Lissabon)
• Platz 18: Praia do Amado, Carrapateira, Algarve
• Platz 46: Praia do Alemão, Portimão, Algarve

 

 

Algarve: Oktober am Strand

25. Oktober 2012

 

Die Bilder oben sind gestern an der Bucht am Boca do Rio in Budens entstanden. Buchen Sie doch ein Ferienhaus im Nachbarort Salema.

Klar, ein guter Fotograf hätte die Perspektive anders gewählt und noch irgendwas mit der Blende gemacht, aber darum geht’s in diesem Fall gar nicht. Ich will Ihnen vielmehr aufzeigen, wie warm es Mitte Oktober noch in Portugal an der Algarve am Strand sein kann. Also Meerschwimmen und Sonnenbaden durchaus noch drin. Auch der Hund darf mitgebracht werden, was im Sommer, wenn die Strände voller sind, verboten ist. Und Platz hat man viel. Und wirkliche Ruhe. Erholung vom Arbeitsstress in Deutschland. Nur das Wellenrauschen ist zu hören und gelegentlich mal ein paar begeisterte Ausrufe gerade Angereister: „Ah – das Meer!“ / „Seht nur, ein Strand fast allein für uns!“ / „Guckt mal, Papa in der neuen Badehose!“

Auch aquarellieren läßt es sich jetzt gut, eine kleine Studienreise zu einer Jahreszeit, in der es nicht mehr ganz so heiß ist. Sehen Sie mal, dies Bild hat mein Cousin gemalt. Dazu aß er sonnengereifte Herbst-Clementinen.

Aquarell by Martin Henkel / Clementinen by Algarve

 

Algarve Strandurlaub – Im Meer sein II

19. Juni 2011

Was bringt Menschen aller Altersgruppen dazu stundenlang in einer Flüssigkeit herumzutoben und nicht genug davon zu bekommen?

Mittfünfziger, die auf einer rosa Luftmatratze vorbeigleiten. Kleine und große Jungs, die mit Anlauf in die Fluten stürzen, immer wieder. Reinrennen, untertauchen, lachend das Wasser aus dem Haar schüttelnd auftauchen, rausrennen, jubeln, sich umdrehen – und wieder rein. Damenkränzchen an Schwimmreifen geklammert – tänzelnd und trudelnd,  manchmal vom Strand aus zu sehen, manchmal verdeckt  hinter Wellenkämmen.

An der Algarve ist das Meer im August besonders warm und macht unsere geplagten Körper schwerelos. Das ist wie Fliegen im Traum oder wie Ausruhen nach einem Gewaltmarsch oder wie lustige Champagnerperlen in Kristallflöten oder wie 17 und vor sich die eine Millionen Möglichkeiten der ganzen Welt.

August in Lagos, Algarve.

August in Lagos, Praia da Batata

„Das Meer ist alles. Es bedeckt sieben Zehntel der Erde. Sein Atem ist rein und gesund. Es ist eine immense Wüste, wo ein Mann nie alleine ist, in dem er fühlen kann, wie das Leben aller in ihm bebt. Das Meer ist nur ein Behälter für alle die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren; es ist nicht nur Bewegung und Liebe; es ist die lebende Unendlichkeit.“  – sagt Jules Verne.  Dichter sind ja bei allem und jedem schnell mit der Unendlichkeit dabei, aber in diesem Fall kann ich nur zustimmen: das momentane Meerglück geht weit über das bloße Sein hinaus.

Das haben vermehrt Jugendliche bemerkt und reisen deswegen immer öfter nach Portugal, verbunden mit einer Portugal Sprachreise, bei der natürlich neben allen Bildungsmaßnahmen auch die Freizeit nicht zu kurz kommt.

Algarve-Strandtage:  bunte Sonnenschirme, gestreifte Handtücher, wärmegetränkte Haut, Urlaub eben und beste Laune, und Kinder, die vom Sandschaufeln nicht genug bekommen können, denn Buddeln gehört zum Badeurlaub zwingend dazu. Genauso wie Butterbrote-aus-Kühltaschen-essen und Colatrinken und Eiskaufen und Ball spielen und Küssen und Babykitzeln oder einfach nur daliegen und die Haut Ra darbieten, dem altägyptischen Sonnengott, der in seiner Barke sitzend den Himmel abfährt und für den gleichmäßigen Bräunungsgrad an den Atlantikstränden verantwortlich ist.

„Das Meer ist alles. Es bedeckt sieben Zehntel der Erde. Sein Atem ist rein und gesund. Es ist eine immense Wüste, wo ein Mann nie alleine ist, in dem er fühlen kann, wie das Leben aller in ihm bebt. Das Meer ist nur ein Behälter für alle die ungeheuren, übernatürlichen Dinge, die darin existieren; es ist nicht nur Bewegung und Liebe; es ist die lebende Unendlichkeit.“  – sagt Jules Verne.

Algarve Strandurlaub – im Meer sein

16. Juni 2011

Ein heißer Augustnachmittag in Portugal – und dann in einem Ferienhaus am Meer wohnen. Und sich täglich in diese salzigen, kleinen Wellen stürzen und darin herumschaukeln. Das ist pures Glücksgefühl! Ganz egal ob man Kind ist oder Teenie oder verantwortungsbewusster Familienvater oder stressgeplagte, doppelbelastete Singlemutter oder 95 und an Land nicht mehr gut zu Fuß.

Da paddeln, jauchzen, spritzen, tauchen und unterwasserhandstanden Karin und José und Tinneken und Hua Wong und Siddharta und Søren – die Sprache des Planschens ist universell und generationsübergreifend. Salz, Sonne, Meerschaum, Azur, Wind und Haut. Mit geschlossenen Augen auf dem Rücken liegend von der Ursuppe geschaukelt und getragen zu werden ist an gelebter Seligkeit kaum zu überbieten und gleichzeitig eines der besten Mittel gegen Deutschland-Alltagsstress.

Dann schaukelt auch noch ein silbernes Krokodil vorüber. Keine Ahnung, ob das nun echt ist oder nur ausgedacht und Traum.

Praia da Ingrina, 11.11.2010

12. November 2010

Das Restaurant voll mit Herbsturlaubern und Einheimischen, jedoch ohne Warteschlangen wie im Sommer, eine schlanke Mutter mit ihren drei Unter-Sechsjährigen am Strand, ein Rentner im Wasser. Angler auf den Felszungen, Wohnmobilisten in Klappstühlen vor ihren Hymern. Die Sonne heiß, kein Wind, der Himmel blau mit stehenden dünnen Wolken, der Horizont wie eine sorgsam von der Tapete abgesetzte Fußleiste.

November I
Novemberstrand I

Ab und an ziehen sich Wolken vor die Sonne, dann wird es plötzlich kühl und das Licht grünlich und es fällt allen auf, dass nicht mehr Juli ist. Aber dann wandert der Schatten weiter, und man könnte es vergessen, steckte nicht nur ein Sonnenschirm im feuchten Sand und säße nicht im Wollpullover eine Frau rechts im Bild.

Das bin ich, und ich habe mich inzwischen dergestalt an das Leben hier angepasst, dass ich ab Oktober kleidungsmäßig auf der Hut bin – genau wie die Algarvios, die nichts so sehr fürchten wie einen bösen Zug.

November II
Novemberstrand II

Nebenan am Praia da Zavial ist Surfertreff: Deutsche, Engländer, Spanier, Portugiesen – schlanke Jungs in Neoprenanzügen mit Salzwasserlocken. Ein einziger ca. 60-jähriger Weißhaariger, den ich erst für einen Verirrten gehalten habe, aber dann verschwindet er kurz und taucht barfuß im Suit und mit dem Board unterm Arm wieder auf – auch ich bin längst von Klischeevorstellungen nicht frei.

Konversation:
„Was meinst du, machen wir uns rüber zum Baranco?“ (Das ist der 3. Strand den man von Raposeira aus ansteuern kann, allerdings muss man erst eine kilometerlange, für die Achsen sehr ungesunde, staubige Piste zurücklegen.)
„Später, lass uns erst noch in Sagres gucken!“

November-Detail
November-Detail

Hier hat man die Qual der Wahl. Draußen, jenseits der Brandung die Surfschüler: unruhige Robbenkinder, die auf einen höheren Wellengang warten.